de|en

Hong Kong

10.02.2021

Chinese New Year in Hongkong: die wichtigsten Pilgerstätten der Hongkonger im Jahr des Büffels

Das chinesische Neujahr, welches in diesem Jahr am 12. Februar stattfindet, ist in Hongkong ein alljährlicher Höhepunkt und wird von jedem Bürger sehnlichst erwartet und gebührend zelebriert. Zu den wichtigsten Traditionen zählt, dass man sich seine Wünsche auf roten Spruchbändern verewigen oder sich an religiösen Orten segnen lässt. Dem Fest voran geht das Putzen und Schmücken sämtlicher Wohnungen, Büros, öffentlicher Gebäude und Straßen. Das bunte Treiben zum Mondneujahr zieht normalerweise regelmäßig Touristen aus aller Welt in die Metropole, von deren Sehenswürdigkeiten dann ein besonderer Reiz ausgeht. In diesem Jahr wird Chinese New Year nun etwas ruhiger und familiärer gefeiert. Doch auch wenn sich die Feierlichkeiten vor allem auf das eigene Heim konzentrieren, lassen es sich die Hongkonger nicht nehmen, besondere Orte in der Stadt aufzusuchen, um dort das neue Jahr traditionell einzuläuten. Wir stellen die wichtigsten fünf „Stätten des Glücks“ vor:

 

Man Mo Tempel

Der Man-Mo-Tempel ist eine pittoreske Hommage an den Gott der Literatur (Man) und den Gott des Krieges (Mo). Er wurde zwischen 1847 und 1862 erbaut und ist der älteste und einer der berühmtesten Tempel in Hongkong. Er erhielt 1994 den Status eines historischen Gebäudes und wurde 2010 offiziell zum Denkmal erklärt. Ein Innehalten unter den riesigen hängenden Weihrauchspulen bietet einen angenehmen Kontrast zur Hektik des nahe gelegenen Finanzdistrikts. Zum Komplex gehören auch der Lit Shing Kung Tempel, der zur Verehrung aller himmlischen Götter geschaffen wurde, und der Kung Sor Tempel, eine damals wichtige Versammlungshalle, in der oft Gemeindeangelegenheiten sowie Streitigkeiten diskutiert und beigelegt wurden. Der Gott der Literatur ist darauf spezialisiert, sich um Schrift und Prüfungsergebnisse zu kümmern. Schon vor 400 Jahren beteten die Menschen, die vor den kaiserlichen Prüfungen standen, zu ihm für gute Noten. Das ist heute nicht anders. Eltern bringen ihre Kinder zum chinesischen Neujahrsfest und vor Beginn des neuen Schuljahres hierher, um zusätzliche Segnungen für gute Noten zu erhalten. Sogar Schulranzen, Schreibwaren und Lehrbücher sollen meist gesegnet werden. Manche Besucher bringen Frühlingszwiebeln und Sellerie als Opfergabe, denn “chong” für Frühlingszwiebel und “kun” für Sellerie klingen gleich, wie die kantonesischen Begriffe für "klug" und “"fleißig". Außerdem befindet sich beim Gott der Literatur ein goldener Stift, den die Schüler berühren, um ihre Schreibfähigkeiten zu stärken. Der Stift soll auch Menschen segnen, die beruflich schreiben.

 

Wong Tai Sin Tempel

Der Sik Sik Yuen Wong Tai Sin-Tempel in Hongkong ist Gedenkstätte für drei Religionen - Taoismus, Buddhismus und Konfuzianismus - und zollt dem berühmten Mönch Wong Tai Sin Tribut. Mit seinen fünf geomantischen Elementen ist der Tempel sowohl eine landschaftliche Attraktion als auch ein wichtiges religiöses Zentrum. Am chinesischen Neujahrsabend in normalen Jahren sind viele Fernsehteams der Stadt hier stationiert, um den Moment einzufangen, in dem der erste Weihrauch des Jahres dargebracht wird. Man glaubt, dass die Wunscherfüllung nach dem Prinzip "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" erfolgt. Deshalb stehen jedes Jahr Tausende von Gläubigen bereits um 18 Uhr vor dem Tempel Schlange, um die erste Weihrauchopfergabe um Mitternacht zu erhalten. Dies geschieht nicht bei allen Tempeln. Wong Tai Sin ist besonders berühmt dafür wegen der vielen Gebete, die er, so sagt man, erhört hat. Wong Tai Sin erfüllt Wünsche durch eine Praxis, die „kao chim“ (um einen Stab bitten) genannt wird. Dabei schüttelt ein Gläubiger einen mit Wahrsagestäben gefüllten Eimer bis ein Stab herausfällt. Die Stäbchen sind nummeriert und jede Zahl entspricht einem Orakel, das Ratschläge oder eine Antwort auf eine Frage gibt. Der Verehrer kann damit zu einem Wahrsager gehen oder sich die Botschaft von einer Wahrsagemaschine deuten lassen.

Dieses Jahr fällt der Valentinstag mit dem dritten Tag des chinesischen Neujahrs zusammen. Singles können zum Gott der Liebe beten, damit er ihnen hilft, ihre wahre Liebe zu finden. Nachdem sie dem Gott ein Opfer dargebracht haben, gibt es ein aufwändiges Ritual, bei dem sie ihre Finger um eine rote Schnur wickeln und die Schnur neben der Statue des jeweiligen Geschlechts, an dem sie interessiert sind, festbinden, was eine „Verkupplungsanfrage“ an den Gott der Liebe symbolisieren soll.

 

Che Kung Tempel

Der Che-Kung-Tempel ist Che Kung gewidmet, einem militärischen Befehlshaber der südlichen Song-Dynastie (1127-1279). Er war besonders geschickt darin, Aufstände im 13. Jahrhundert niederzuschlagen. Er eskortierte die letzten Song-Kaiser nach Hongkong, als sie vor mongolischen Eindringlingen flohen. Die Menschen in Sha Tin widmeten ihm vor etwa 300 Jahren einen Tempel, um die Ausbreitung einer lokalen Epidemie zu stoppen. Nach einer lokalen Überlieferung verschwand die Krankheit an dem Tag, an dem der Tempel fertiggestellt wurde. Besucher treffen hier heute auf eine riesige Statue von Che Kung. Eines der Rituale im Che Kung Tempel ist das Schlagen einer Trommel, welches General Che signalisieren soll, dass man im Tempel ist, um ihn zu verehren. Ein anderes wichtiges Ritual beinhaltet das Drehen des Glücksrads, um das eigene Glück im kommenden Jahr zu verbessern. Es heißt, wenn man im vergangenen Jahr ziemlich viel Glück hatte, sollten die Blätter im Uhrzeigersinn gedreht werden, um den Trend beizubehalten. Ist man jedoch auf Hindernisse gestoßen und will sein Glück umkehren, sollten die Blätter gegen den Uhrzeigersinn gedreht werden. Um den Segen nochmal zu unterstützen, erstehen viele Besucher eine bunte Windmühle von einem der Verkaufsstände vor dem Tempel. Mit der Windmühle soll das Glück nach Hause gebracht werden.

 

Upper Lascar Row

Die Upper Lascar Row ist eine Einkaufsstraße, in der sich scheinbar unendlich viele kleine Antiquitäten-Geschäfte aneinanderreihen, und damit ein wahres Highlight. Hier findet man unter anderem eine vielseitige Sammlung an chinesischer Kalligraphie, Kunst und alten Möbeln. Ebenso gibt es Stände, die eine Reihe von Sammlerstücken wie Mao Zedong-Wecker und Bruce Lee-Poster verkaufen. In den letzten Jahren sind in der Nähe lokale Designer-Boutiquen und Vintage-Kleiderläden aufgetaucht, die Einheimische und Besucher gleichermaßen anziehen. In der Upper Lascar Row kauft auch die Feng-Shui-Meisterin Thierry Chow schicke Dekoration, die im Jahr des Büffels dabei helfen soll, das eigene Glück zu verbessern. Sie empfiehlt, runde Metallgegenstände wie Kupferschalen, Uhren und Perlen, die in der Upper Lascar Row zu finden sind, an der Nordseite des eigenen Hauses zu platzieren, um Krankheiten fernzuhalten. Ein bronzenes Pferd sollte außerdem in der südöstlichen Ecke des Hauses Platz finden, um die Chancen auf Reisen zu erhöhen. Andere ihrer Feng-Shui-Tipps sind zum Beispiel, einige grüne Pflanzen an der Ostseite des Hauses anzubringen, um Karriereaussichten zu verbessern. Eine warme gelbe Lampe an der Westseite des Hauses soll ferner für Wohlstand sorgen. Um das Liebesleben zu verbessern, schlägt Thierry Chow vor, Kleidung mit floralem Muster und Accessoires mit einem Unendlichkeitssymbol zu tragen.  

 

Flower Market

Egal, ob Rosen, Mandarinenbäume oder Bambus – der Blumenmarkt in Mong Kok gilt als Hongkongs erste Adresse für sämtliche Arten von Pflanzen. Er hat das ganze Jahr über geöffnet und ist besonders vor dem chinesischen Neujahrsfest beliebt, wenn viele Bürger glücksbringende Pflanzen kaufen, die je nach Art einen bestimmten Segen symbolisieren. Diese sind zum Neujahrsfest besonders begehrt:

 

Kreative Online-Plattform anstelle traditioneller Feierlichkeiten

Obwohl es aufgrund der Covid-19-Pandemie in diesem Jahr keine physischen Veranstaltungen in der Millionenmetropole geben wird, verbindet das Hong Kong Tourism Board (HKTB) zum Chinese New Year liebgewonnene Traditionen mit innovativen Online-Elementen, um festliche Segnungen auf eine ganz neue Art und Weise in die Welt zu schicken. Die dreiwöchige CNY-Kampagne "Fortunes in Hong Kong" findet vom 8. bis 26. Februar statt. Eine kreative Online-Plattform bietet Einblicke in CNY-Köstlichkeiten und -Spezialitäten sowie Rezepte. Spiele, glücksbringende Feng-Shui-Tipps und E-Cards unterhalten die virtuellen Besucher und verbreiten festliche Stimmung über Grenzen hinweg. www.discoverhongkong.com/cny

 

Hongkong, Asia’s World City an der chinesischen Südküste lebt von ihren Kontrasten. Hier treffen östliche Tradition auf westlichen Lebensstil, glitzernde Wolkenkratzer auf ursprüngliche Naturlandschaften und Gourmetküche auf Street Food. Die Stadt ist einer der weltgrößten Finanzplätze und rund sieben Millionen Einwohner nennen die Stadt ihr Zuhause, die die höchste Bevölkerungsdichte der Welt aufweist. Rund 200 Inseln, davon viele unbewohnt, bilden die ruhige grüne Seele der Stadt und eröffnen Outdoor-Fans Abenteuer nur wenige Fährminuten entfernt, unvergessliche Erlebnisse in der Natur. Weitere Informationen und aktuelle Updates auf der deutschsprachigen Website http://www.discoverhongkong.com/de. #discoverhongkong

 

Rückfragen der Medien beantworten gerne:

noble kommunikation, Stephanie Grosser & Bianca Raich, Tel: 06102-36660, Fax: 06102-366611,

E-Mail: , Media Contentroom: www.noblekom.de, Instagram: @noblekom


Bilder:


Angehängte Dateien:



view in desktop mode